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Aperol & Rollenbilder Part Two
30. Januar 2027

Aperol & Rollenbilder
und dann wurde ein Stuhlkreis daraus

Ich hatte gehofft, dass wir Menschen zum Nachdenken bringen.

 

Ich hatte gehofft, dass wir ins Gespräch kommen.

Ich hatte gehofft, dass die Botschaft ankommt.

 

Aber ich hätte nicht erwartet, was an diesem Abend tatsächlich passiert ist.

 

30 Menschen kamen ins Hambötler Huus, um gemeinsam „Aperol & Rollenbilder“ zu erleben. Der Abend begann mit einer Eröffnung durch meine beiden Töchter und schon in diesem Moment war spürbar, dass etwas Besonderes in der Luft lag.

 

Es wurde gelacht. Es wurde nachgedacht. Es wurde still, wenn die bittersüßen Wahrheiten des Stücks den Raum füllten.

 

Und dann war das Stück vorbei.

Zumindest dachten wir das.

 

Die erste Frage aus dem Publikum lautete, was mich dazu gebracht habe, mich heute so zu zeigen, wie ich bin. Meine Antwort war einfach: Die Erkenntnis, dass meine Angst vor femininem Ausdruck aus dem Glauben entstand, mich dadurch abzuwerten. Und die Erkenntnis, dass das nicht stimmen kann, wenn Weiblichkeit und Männlichkeit gleichwertig sind.

 

Von diesem Moment an ging es kaum noch um mich.

Es ging um Gleichberechtigung.

 

Um Feminismus.

 

Um die gesellschaftliche Abwertung von Weiblichkeit.

 

Um Freiheit.

 

Um die Frage, warum wir manche Eigenschaften bewundern und dieselben Eigenschaften abwerten, sobald wir sie als weiblich wahrnehmen.

Nach dem Stück blieb ich zunächst auf der Bühne und moderierte die Gespräche. Danach entstanden viele persönliche Begegnungen, Gespräche, Fragen und Gedanken.

 

Und irgendwann geschah etwas, womit ich nicht gerechnet hatte.

 

Wir stellten die Stühle im Kreis auf.

 

Aus Publikum wurde Gespräch.

 

Aus einer Aufführung wurde Begegnung.

 

Aus einem Theaterabend wurde ein gemeinsamer Raum.

 

Insgesamt sprachen wir noch mehr als zweieinhalb Stunden miteinander.

 

Menschen erzählten von ihren Erfahrungen, ihren Fragen, ihren Sichtweisen und ihren Unsicherheiten. Es wurde zugehört, gelacht, diskutiert und nachgedacht.

 

Eine Besucherin nahm mich am Ende in den Arm und sagte nur einen Satz:

 

„Danke, für die eine Sekunde.“

 

Mehr muss man über diesen Abend eigentlich nicht sagen.

 

Denn genau darum ging es.

 

Um diesen einen Moment, in dem wir aufhören, in Schubladen zu denken.

 

Um diesen einen Moment, in dem wir einem Menschen begegnen, statt einer Vorstellung von ihm.

 

Ich bin dankbar.

 

Dankbar für die Offenheit.

 

Dankbar für die vielen Gespräche.

 

Dankbar für die Menschen, die diesen Abend mitgetragen haben.

 

Und dankbar für die Erkenntnis, dass solche Räume möglich sind.

 

Deshalb wird dies nicht das Ende sein.

 

Denn wenn ein Abend so viele Gedanken, Gespräche und Begegnungen hervorbringt, dann lohnt es sich, 

weiterzumachen.

 

Aperol & Rollenbilder - Part Two?

 

Nach diesem Abend lautet die Antwort ganz klar:

 

Ja!!!

Danke für einen bewegenden 
Abend im Hambötler Huus

Ihr Lieben,

 

ich möchte mich von ganzem Herzen bei euch bedanken.

 

Euer Kommen, eure Offenheit und vor allem die Tiefe unseres Austauschs nach dem Stück haben mich zutiefst berührt.

 

Es ist nicht selbstverständlich, sich auf einen Abend einzulassen, der dazu einlädt, gewohnte Denkweisen zu hinterfragen. Dass aus unserer gemeinsamen Zeit ein so ehrliches, offenes und langes Gespräch entstanden ist, bedeutet mir unglaublich viel.

 

Es hat mir einmal mehr gezeigt, dass der Mensch zählt – nicht die Schublade, in die wir ihn stecken.

Die Rückmeldung, dass wir gemeinsam „für einen Moment“ Barrieren fallen lassen konnten, ist für mich der schönste Erfolg, den ich mir wünschen konnte.

 

Eure Einträge im Gästebuch, die persönlichen Gespräche abseits der großen Runde, die ungeplanten Begegnungen und die vielen bewegenden Momente werde ich noch lange mit mir tragen.

 

Dieser Abend hat meine Erwartungen übertroffen. Nicht wegen der Aufführung selbst, sondern wegen euch. Wegen eurer Gedanken, eurer Offenheit und eurer Bereitschaft, miteinander ins Gespräch zu kommen.

 

Danke, dass ihr Teil dieses Moments wart und diesen Abend so besonders gemacht habt.

 

Alles Liebe

 

Sascha

Mein erstes Projekt

Was haben ein orange leuchtendes Kaltgetränk und unsere gesellschaftlichen Rollenbilder gemeinsam? 

Sie sind oft bittersüß.

Ich im blauen Jeanskleid im Sommer mit Queerbogen-Logo auf meinem Flyer.

Der Soundtrack zum Bühnenstück

Sonniges Fotoshooting

Eine Freundin und ich brauchten neue Bilder für Profile und andere Dinge wie z. B. eine Webseite. Jede von uns brauchte ganz eigene Bilder. Also trafen wir uns zu einem netten und sehr entspannten Fotoshooting. Jede von uns durfte einige Outfits probieren und sich in diversen Posen versuchen. Nicht alle Bilder sahen am Ende aus, wie man es erwartet hatte und die Löschtaste wurde schnell zur wichtigsten Taste, aber ich finde, am Ende sind einige nette Bilder dabei heraus gekommen und diese möchte ich mit euch teilen. Wir hatten sehr viel Spaß beim Shooting und das Wetter war fantastisch, aber seht selbst.

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